Für wen war das Johannesevangelium gedacht?

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Hier lerne ich

  • die Zweckangabe des Evangeliums und die Grenzen einer Rekonstruktion seiner ersten Leserschaft erklären
  • gesicherte Aussagen von Deutungen und offenen Fragen trennen

5. Für wen war das Evangelium gedacht?

Kurzantwort: Das Buch nennt keine vollständige Liste seiner ersten Leser. Seine Zweckangabe spricht jedoch weit über einen einzelnen Ort hinaus: Die Lesenden sollen Jesus als Messias und Sohn Gottes erkennen und durch den Glauben Leben haben.

Johannes erklärt in 20,30–31, warum er ausgewählte Zeichen erzählt. Diese Worte geben einen Zugang zu den Leserinnen und Lesern: Das Evangelium soll zum Glauben führen und Menschen im Glauben stärken.

Manche Forschungsmodelle nehmen eine konkrete johanneische Gemeinde an. Andere warnen davor, aus den Konflikten im Evangelium eine genaue Gemeindegeschichte zu rekonstruieren. Das Buch kann zugleich Menschen ansprechen, die Jesus schon kennen, und Menschen, die sich erst mit seiner Bedeutung beschäftigen (Oxford Bibliographies).

Aber: Der Text verrät nicht, wie viele Menschen zur ersten Leserschaft gehörten, wo sie lebten oder ob sie alle denselben religiösen Hintergrund hatten. „Für wen?“ lässt sich nur teilweise beantworten.

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Erste Leserinnen und Leser sind nicht genau bekannt. Eine Schriftrolle mit Johannes 20,30–31 sagt: Damit ihr glaubt. Jesus heißt Messias und Sohn Gottes; ein Weg führt zu den Worten: Und Leben habt.

Das erklärte Ziel führt zur letzten Frage: Was wollte das Evangelium mit seiner Erzählung erreichen?

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